HAVARIE

Weltpremiere von HAVARIE im Forum der Berlinale 2016
Premiere: SA, 13.02., 19:00 im Delphi Filmpalast (EN)
weitere Termine:
MO, 15.02., 11:00 im CineStar 8 (EN)
DI, 16.02., 15:00 im Arsenal 1 (EN)
SA, 20.02., 22:00 im CinemaxX 4 (DE)

Am 14.9.2012 um 14:56 Uhr meldet das Kreuzfahrtschiff “Adventure of the Seas” der spanischen Seenotrettung die Sichtung eines havarierten Schlauchbootes mit 13 Personen an Bord. Aus einem Youtube-Clip und biografischen Szenen entsteht eine Choreografie, in der sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Reisenden auf dem Mittelmeer spiegeln. Die Koordinaten 37°28.6′N und 0°3.8′E markieren einen Punkt im Mittelmeer – 38 Seemeilen vor der Hafenstadt Cartagena in Spanien oder 100 Seemeilen von der algerischen Hafenstadt Oran entfernt – je nach Perspektive der Erzählung. Von diesem Punkt im Meer aus betrachtet, besteht die ganze Welt aus Wasser, Himmel und einem grenzenlosen Horizont. Ein „Meer der Möglichkeiten“, aufgeladen mit Hoffnungen, Ängsten und Träumen von Reisenden.

Am 14. September 2012 um 14.56 Uhr meldet das Kreuzfahrtschiff „Adventure of the Seas“ der spanischen Seenotrettung auf diesen Koordinaten die Sichtung eines manövrierunfähigen Schlauchbootes mit 13 Personen an Bord.

In Sichtweite.

90 Minuten.

Winken.

Warten.

Der Funkverkehr zwischen dem Kreuzfahrtschiff, der Zentrale im Hafen von Cartagena, dem Seenotrettungskreuzer “Salvamar Mimosa” und dem Helikopter “Helimer 211″ strukturiert den akustischen Raum des Films. Auf der Bildebene zieht sich der filmische Raum zu einer einzigen, ungeschnittenen Sequenz zusammen, die sich über die gesamte Laufzeit des Films wölbt. Es ist ein kurzer Youtube-Clip, der uns heute wie die Essenz, die Verdichtung der Situation auf dem Mittelmeer erscheint. In Einzelbildern wird das Schlauchboot mit 13 Gestalten an Bord zur Ikone der täglichen Nachrichtenbilder, wir sind gezwungen hinzusehen.

Aus Aufnahmen mit Touristen und Offizieren auf dem Cruise Liner, mit der Besatzung eines Containerschiffes, mit Harraga, les bruleurs – “die ihre Pässe verbrennen”, und ihren Familien werden die biografischen Fluchtlinien des dokumentarischen Materials in eine filmische Imagination hinein verlängert.

Es entsteht eine Choreografie, in der sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Reisenden spiegeln: Wird ein anderer, ein neuer Möglichkeitsraum sichtbar, wenn sie sich erneut – im filmischen Raum – begegnen?

Info

Länge 93 Minuten
Bildformat DCP, 4:3, Farbe
Tonformat 5.1 / Stereo
Produktionsjahr 2016, Produktionsland Deutschland
Weltpremiere 66. Internationale Filmfestspiele Berlin 2016, 46. Internationales Forum des Jungen Films 2016
Filmwebsite: havarie.pong-berlin.de

CREDITS

Buch Merle Kröger, Philip Scheffner
Regie Philip Scheffner
Kamera Terry Diamond, Bernd Meiners
Ton Pascal Capitolin, Volker Zeigermann
Schnitt Philip Scheffner
Sound Design Volker Zeigermann, Alexander Gerhardt, Philip Scheffner
Kinomischung Florian Marquardt
Bildmastering Matthias Behrens

Produzentinnen Merle Kröger, Caroline Kirberg
Koproduzenten Meike Martens, Marcie Jost, Peter Zorn
Redaktion ZDF/ARTE Doris Hepp

Eine Produktion von pong
In Koproduktion mit Blinker Filmproduktion, worklights media production
sowie mit ZDF
in Zusammenarbeit mit ARTE
Kinoverleih Deutschland Real Fiction Filmverleih

Recherche gefördert durch
Robert Bosch Stiftung

Entwicklung gefördert durch
FFA Filmförderungsanstalt

Produktion gefördert durch
Medienboard Berlin Brandenburg
BKM
Deutscher Filmförderfonds
Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein
Mitteldeutsche Medienförderung
Film und Medien Stiftung NRW