The Plant

Dokumentarfilm
von Mika Taanila
(in Postproduktion)

In einem Dorf in der finnischen Einöde halten die Superlative Einzug: die größte Baustelle Europas, der Prototyp des weltweit effizientesten Atomkraftwerks – und eine Katastrophe für die beteiligten Konzerne: Lieferschwierigkeiten von ungeahnten Ausmaßen und Milliarden-Klagen. In Mika Taanilas Handschrift mit vielschichtigen Bildexperimenten und einer Fülle an beeindruckendem Material entsteht eine dynamische Kollage über die Utopie endlosen Wachstums.

PanSonic komponiert den Soundtrack. Den deutschen Verleih übernimmt Real Fiction.

In Koproduktion mit Kinotar Oy (FI), YLE TV1 (FI), ZDF/ARTE, WDR, unterstützt durch finnische und norwegische Förderungen, Filmstiftung NRW und das MEDIA Programm der EU.

BIOGRAPHIE
Regisseur – 1965 in Helsinki geboren – lebt und arbeitet in Helsinki

KURZFILMOGRAFIE
Mika Taanila ist als Künstler sowohl im Feld des Dokumentar- und Avantgardefilms als auch in der Bildenden Kunst zu Hause.

Taanilas Film “Optical Sound” (2005) wurde von Kritikern als “sofortiger Klassiker” und als “wild expressionistisches, hypnotisches Meisterwerk des abstrakten Kinos” bezeichnet. Der sechsminütige Kurzfilm basiert auf der “Symphonie #2″ für Dot Matrix Drucker der canadischen Gruppe [The User]. Veraltete Bürotechnik verwandelt sich hier in die Musikinstrumente der Zukunft. Der Film ist eine eindringliche Mischung aus beeindruckender Kameraführung, schmutzigem Überwachungskameramaterial und groben Animationen, die ohne Kamera direkt auf den transparenten Film kopiert wurden.

  • “The Future is not what it used to be” (2002) porträtiert einen der unbesungenen Pioniere der frühen elektronischen Kunst, den finnischen Nuklearphysiker und Künstler Erkki Kurenniemi.
  • “A Physical Ring” (2002) besteht aus anonymen Material wissenschaftlicher Tests aus den 40er Jahren.
  • “RoboCup99″ (2000) zeigt die Fußballweltmeisterschaft für selbststeuernde Roboter.
  • “Futuro – A New Stance For Tomorrow” (1998) erzählt die dramatische Saga vom Aufstieg und Fall des finnischen Wochenendhäuschens für das 21. Jahrhundert aus Kunststoff.
  • “Thank You For The Music – A Film About Muzak” (1997) widmet sich den heimtückischen Nebeneffekte der Supermarktbeschallung, ist aber gleichzeitig eine Hommage an ihre Macher.

Taanilas Kurzfilme wurden insgesamt auf mehr als 200 internationalen Filmfestivals und Veranstaltungen gezeigt. Außerdem finden seine Filme ein Publikum in der zeitgenössischen Kunst. Die erste große Einzelausstellung von Taanilas filmischen Arbeiten fand 2005 im Zürcher Migrosmuseum statt. Zuvor waren zu Dutzenden internationalen Gruppenausstellungen eingeladen, so zum Beispiel der 7. Istanbul Biennale (2001), der 3. Berlin Biennale (2004), der Transparente am Centro Nazionale per le Arti Contemporanee, Rom (2003) und der 4. Manifesta (Frankfurt am Main, 2002). Retrospektiven mit Taanilas Filmen und Videos liefen bei vielen internationalen Filmfestivals, wie z.B. Hamburg (2003), Upsalla (2004), Tampere (2005) und Pescaro (2005).
Eine DVD-Anthologie mit dem Titel “Aika & Aine – Films 1998-2005″ wurde 2005 vom niederländischen Label Reel23 herausgegeben.